Weingut Schneider Tattendorf
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Unsere moderne Welt der Weinbereitung nahm ihren Anfang mit so radikalen Entdeckungen wie der Wirkung unterschiedlicher Temperaturen auf den Gärprozess. (Dabei darf man nicht vergessen, dass die Natur der Gärung ja erst in den 1860er Jahren von Louis Pasteur entdeckt worden war.) Die Möglichkeit, den Gärvorgang durch Kühlung zu verzögern, bedeutete den ersten großen Durchbruch.

Die Kunst des Kellermeisters lässt sich relativ einfach darstellen. Sie besteht darin, gute Trauben auszuwählen, sie zu kältern, gären zu lassen und mit äußerster Sorgfalt und Hygiene zu behandeln und den Wein dann durch Entfernen der Hefe und aller Fremdkörper zu reinigen und trinkfertig zuzubereiten. Bei bestimmten Weinen gehört hierzu auch eine längere Lagerung. Bei anderen ist es um so besser, je schneller sie auf den Markt gebracht werden können.

Heute ist die Technik auf ganz breiter Front fortgeschritten. Alle Aspekte des Weintraubenausbaus und der Weinbereitung werden heute in einem Maß beherrscht, von dem früher nie jemand geträumt hätte. Die wissenschaftlichen Grundlagen sind selbst in traditionsgebundenen Gegenden und bei kleinen Winzern zum Allgemeingut geworden.

Andererseits kommen wir, je mehr wir lernen, darauf, wie wenig wir wirklich wissen, wenn es um das diffizile und komplexe Thema Wein geht. Im täglichen Kampf mit den vielen Unbekannten denen der Wein aufgrund von Terroir, Jahrgang, unterschiedlichen Praktiken usw. ausgesetzt ist, stellt sich eine grundlegende Frage: wollen wir wirklich die totale Kontrolle? Wäre ein geklontes Produkt für den Konsumenten  überhaupt von Interesse? Wo bliebe die spannende Erwartung des neuen Jahrganges, die Wissbegierde hinsichtlich eines neuen Weinbaugebietes, eines neuen Produzenten, die Freude an einer Überraschung.